Historie

Geschichtliche Entwicklung des

"Herrenhauses"

 

Historie

 

Der ehemalige Landbesitz des Wolmirstedter Schlosses wurde im 18.Jahrhundert in eine Königlich-Preußische Domäne umgewandelt.

 

1685 wurde der wirtschaftliche Bereich als Amts-Ökonomie an einen bürgerlichen Pächter, Christoph Schröter, für 6800 Taler vergeben bzw. verpachtet. Schröter war gleichzeitig Gerichtsherr.

 

Im Jahr 1730 entstand ein repräsentatives Wohngebäude, welches im Volksmund die Bezeichnung "Herrenhaus" bekam. Dieses diente dem Pächter bzw. den Ökonomie-Beamten als Wohnung. Das Herrenhaus wurde im Bereich der früheren Unterburg von Norden her an die ehemalige Burgmauer harangebaut und mit einem Tonnengewölbe untersetzt. In Richtung der Ohre angrenzend erfolgte die Anlage eines Parkes. 1846 entstand gegenüber dem "Herrenhaus" eine große Scheune.

 

Bis 1945 wohnten im "Herrenhaus" die Domänenpächter. Nach der Bodenreform im Jahr 1945 diente das "Herrenhaus" Umsiedlerfamilien aus den Ostgebieten als Unterkunft. Bis 1988 waren im "Herrenhaus" gesellschaftliche Organisationen, die Verwaltung eines Baubetriebes und ein Anwaltsbüro untergebracht. 1987/88 erfolgte die Rekonstrktion des Tonnengewölbes unter dem "Herrenhaus" und die Errichtung einer Gaststätte, des Klubkellers.

 

Hier wurden bis 1990 kulturelle Veranstaltungen mit gastronomischer Versorgung durchgeführt. Seit September 1990 trägt das Gewölbe durch Wechsel des Pächters den Namen "Schloßkeller" und wird als Veranstaltungsort genutzt.

 

Von 1991-93 erfolgte eine umfassende Restaurierung und Rekonstrurierung des "Herrenhauses", welches im Rahmen einer feierlichen Eröffnungsveranstaltung am 13. Juni 1993 dem Verein "Soziokulturelles Zentrum Schranke" e.V. als neue Heimstätte übergeben wurde. Das "Herrenhaus" nun zum Bürgerhaus umbenannt, ist ein Haus, in dem sich Menschen aller Altersgruppen und sozialer Schichten treffen und kultureller sowie künstlerischer Betätigung nachgehen.

 

Hier treffen sich Vereine, Initiativen, Kulturgruppen, Zirkel, kulturinteressierte Bürger,  Verbände, Clubs usw.

 

Hier werden Musik- und Theaterveranstaltungen, Kleinkunst- und Podiumsveranstaltungen, Talkshows, Tanzverabstaltungen sowie Lehrgänge durchgeführt.

 

Mit einem Vertrag zwischen dem Verein und der Stadtverwaltung wurde die Übergabe besiegelt.